Cowboy Stiefel

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Cowboystiefel – ein Cowboy ohne Stiefel ist kein Cowboy

Sie sind DAS Erkennungsmerkmal eines jeden Cowboys: seine Cowboystiefel. Das vielleicht bekannteste und typischste Kleidungsstück aus den USA identifiziert seinen Träger sofort als Cowboy. Stiefel mit der typischen Cowboystiefel Form laufen in der Regel konisch zur Schuhspitze zu. Historisch sind Cowboystiefel oder auch Westernstiefel als Reiterstiefel nach den englischen Wellington Boots entstanden und diese wurde von den Stiefeln der hessischen Kavallerie abgeleitet.

Was zeichnet einen echten Cowboystiefel aus?

Cowboystiefel mit Kante - Bildquelle Buckaroo @ commons.wikimedia.org

Cowboystiefel mit Kante - Bildquelle Buckaroo @ commons.wikimedia.org

Typisch für einen Cowboystiefel ist die Machart, die ramengenäht ist. Die Oberseite des Stiefels ist aus starkem Rindsleder hergestellt. Dies soll den Träger des Boots gegen Tritte der Pferde und der Rinder schützen. Um beim Fallem aus dem Sattel nicht im Steigbügel hängenzubleiben laufen Cowboy Stiefel spitz zu und haben eine sehr glatte Sohle. Auch der leichte Absatz hat seinen Zweck: Er verhindert das Durchrutschen des Stiefels durch die Steigbügel und soll für einen sichereren Stand sorgen, wenn ein Rind am Lasso ist und zieht. Damit der Absatz nicht so schnell abreist wirde er schräg angebracht. Über dem Absatz hat der Cowboystiefel dann eine leichten Kante, damit die gegebenenfalls angebrachten Sporen halten und nicht nach unten abrutschen. Typisch für einen Cowboystiefel sind auch die Ziernähte, die am Schaft angebracht sind.

Der Wandel des Cowboystiefels

Der Cowboystiefel hat in seiner langen Geschichte immer neue Funktionen bekommen. Konzipiert wurde der Stiefel als Arbeitsbekleidung. Als die ersten Eisenbahnen in den USA gen Westen gebaut wurden und schließlich auch gerollt sind musste das Vieh über sehr große Strecken getrieben werden. So entstand der Berufsstand des Cowboys oder Kuhtreibers. Diese Cowboys hätten ohne ihre Boots schlechte Karten auf ihren langen Tracks gehabt. Neben ihrem Pferd und dem Sattel war der Cowboystiefel das wichtigste Gut eines Cowboys. Die typische spitz zulaufende Form des Cowboyboots entstand übrigens erst, als die Steigbügel nicht mehr aus Holz, sondern aus Metall gefertigt wurden. Ende des 19 Jahrhunderts wurden Cowboystiefel dann auch in der Modewelt populär und statt den typischen funktionellen Stiefeln wurden nun auch modische Aspekte in den Stiefel eingebaut. So entstanden Cowboystiefel aus verschiedenen Lederarten, Ziernähten und in unterschiedlichen Farben. Die Ziernähte entstanden als man versuchte dem Stiefel mehr Stabilität durch mehrere Lederschichten zu geben. Die Herstellung der Stiefel war damals aufwändige Handarbeit und jedes Paar ein Einzelstück. Ein sehr gute Schuhmacher hat im Monat nicht mehr als 12 Paar Cowboystiefel geschafft. Und entsprechend teuer waren diese dann auch.

Hollywood bringt den Cowboystiefel in die Welt

Als die Bilder laufen lernten wurde das Genre der Westernfilme schnell entdeckt und der Cowboy als Filmheld heldenhaft in Szene gesetzt. Und wieder änderte sich der Cowboystiefel, der natürlich im Mittelpunkt vieler dieser Filme stand. Er wurde noch populärer und zwar nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt. Von Arbeitskleidung kann man in dieser Zeit kaum noch sprechen, der Cowboystiefel war bereits ein “trendiges” Modeaccessoire. Die Stiefel wurden immer aufwändiger bestickt und gefärbt oder mit Applikationen und Motiven versehen. In dieser Zeit veränderte sich auch das Herstellungsverfahren der Stiefel, die nun sogar über Bestellkataloge vertrieben wurden.

Der Abwärtstrend des Cowboystiefels

Als in den fünfziger und sechziger Jahren Rock´n´Roll und Pop mit Elvis und den Beatles auf den Markt kamen musste der Westernstiefel mehr und mehr Rückschläge hinnehmen und wanderte zusehends in den Hintergrund der Mode. Schließlich wurde der ehemalige Arbeitsstiefel sogar aus Kunstleder oder mit Kunststoffteilen hergestellt. Erst in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderst machte der Cowboystiefel wieder Boden gut, als Musiker die Boots wieder herauskramten. In dieser Zeit entdeckten auch die Motorradfahrer, dass der Cowboystiefel sehr gut zu ihrer Leidenschaft passt und die Bikerstiefel wurden in leicht abgewandelter Form vom Cowboystiefel entwickelt. Der typische Bikerstiefel hat keine spitz zulaufende Form mehr, sondern ist vorne komplett gerade. Die damaligen Rocker haben diese Entwicklung mitgetragen.

Der Cowboystiefel der Neuzeit

Moderne Cowboystiefel

Moderne Cowboystiefel - Bildquelle: Cyril Mayer @ commons.wikimedia.org

In den USA immer ein Klassiker ist der Cowboystiefel im Rest der Welt starken modischen Schwankungen unterlegen. Diese können vor allem durch Musiker und Schauspieler oder sonstige Idole hervorgebracht werden, die einen Cowboystiefel tragen. Tom Cruise in Top Gun oder Madonna in ihren Musikvideos setzten beispielsweise immer wieder solche Modischen Akzente.

Doch es gibt auch Gott sei Dank genug Cowboys, denen die Mode vollkommen egal ist und die ihren Westernstiefel tagein tagaus tragen – unabhängig von der aktuellen Mode. Für sie sind Cowboystiefel kein modisches Accessiore sondern der Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit.

Heute werden Cowboystiefel kaum noch von Hand hergestellt. Es gibt zahlreiche industrielle Herstellungsmethoden, die es ermöglichen Cowboystiefel von hoher Qualität in Serie zu fertigen. Auch die Muster und Ziernäte der Stiefel können heute mit einfachen Mitteln sehr ausgefallen hergestellt werden. Ab und zu findet man aber noch Schuhmacher, die Stiefel selbst herstellen. Dies ist in der heutigen Zeit nur noch bei wenigen Schuharten möglich. Handgefertigte Cowboystiefel haben oftmals einen höheren Preis, doch dieser relativiert sich mit dem Tragekomfort und der Robustheit des Stiefels. Ausserdem sind handgefertigte Cowboystiefel echte Unikate, die niemand ausser dem Träger sonst noch besitzt!